„…Eine weitere von der Erscheinung des Körpers ausgehende Variante der Selbsterkundung sind zahlreiche, zeichnerische Selbstportraits: rasche bewegte Gesichtsstudien, die den schnellen Wechseln unseres Gesichtsausdrucks Rechnung tragen. Je nachdem sind Augen, Mund oder die Hand im Gesicht akzentuiert; Nachdenklichkeit, Ahnungslosigkeit, Keckheit oder Traurigkeit im Zentrum. Jede Zeichnung ist immer „nur“ eine Annäherung, eine Möglichkeit, den unaufhörlich bewegten, körperlichen Ausdruck einzufangen.
Für den Augenblick einer schwungvollen Linie entsteht allerdings das Gefühl, einen fremden oder den eigenen Körper besser zu verstehen, ein unerklärliches Verlangen zu besänftigen und eine grundsätzliche Distanz zu überwinden….“
Jürgen Kisters, Kölner Stadtanzeiger